Die Vereinigung des Europäischen Fußball Verbands bestätigte auf der UEFA.com Webseite, dass der Verband sich mit anderen Sportorganisationen zusammen geschlossen habe und zu einem „stärkeren Schutz der Integrität im Sport und einem fairen Umsatz aus den Sportwetten“ aufrief, um in einem einflussreichen Bericht des Europäischen Parlaments zur Integrität von online Glücksspiel in der Europäischen Union aufgenommen zu werden. Der eigens von der Kommission beauftragte Bericht wird von Christel Schaldemose MEP erstellt.

Der Aufruf wurde während eines Meetings letzten Donnerstag in Brüssel getätigt, bei dem die UEFA, mehr als 20 Repräsentanten des internationalen Sports von der Sports Rights Owners Koalition (die durch Basketball, Cricket, Fußball, Pferderennen, Rudby und Tennis repräsentiert werden) und europäische Entscheidungsträger anwesend waren.

Online Sportwetten haben sich zu einem Phänomen entwickelt, das sich in der gesamten EU in den vergangenen fünf Jahren explosionsartig verbreitet hat, wobei ein erhebliches Wachstum an vielfältigen, neuen Wettprodukten stattgefunden hat und die Möglichkeit besteht, sogar auf den Verlierer zu setzen,“ besagte eine Stellungnahme der UEFA am Freitag.

„Der Anstieg der irregulären Wettaktivitäten stellt ein großes, grenzübergreifendes Problem für Sportorganisationen, öffentliche Behörden und für den europäischen Konsumenten dar. Auf dem Meeting wurden das Europäische Parliament, Mitgliedsstaaten und die Kommission dazu aufgefordert, sich der Herausforderung zu stellen und diese Agenda durch einen konstruktiven Dialog mit den betreffenden Entscheidungsträgern voran zu treiben.“

Geht es wirklich immer nur ums Geld… [Anmerkung der Redaktion]

Die Sportorganisationen betonen, dass die Berücksichtigung eines eindeutigen „Wettbewerbsrechts der Organisatoren“ eine äußerst positive Entwicklung für den Sport darstellen würde. Außerdem geben sie den französischen Sportorganisationen volle Rückendeckung hinsichtlich ihrer nationalen Kampagne zur Werbung für Integrität im Sport und der Sicherung eines fairen Umsatzes für die Organisatoren von Wettbewerben.

Frankreich, das die Präsidentschaft der EU in Anspruch nimmt, befindet sich momentan im Reformprozess seiner nationalen Wettregulierung. In Brüssel wurde betont, dass die kontrollierte Öffnung, die die französische Regierung verkündet hat, eine historische Gelegenheit bietet, das „Wettbewerbsrecht der Organisatoren“ zu berücksichtigen und ein bestmögliches praktisches Modell für andere Länder einzuführen.

„Die Integrität von Sportveranstaltungen und das öffentliche Vertrauen in sie muss gewahrt werden, ebenso wie der grundsätzliche Glaube daran, dass alle Athleten zum Wettbewerb antreten, um zu gewinnen,“ so die Stellungnahme. „Organisatoren der Sportwettbewerbe sollten in jeder Regulierungsbehörde, die gebildet wird, vertreten und eng an der Entwicklung des Sportwettenmarkts beteiligt sein.“

„Wettanbieter sollten dazu beitragen, dass ein solider, umsetzbarer und finanzierbarer Rahmen geschaffen wird, um die Integrität von Wettbewerben im Sport zu wahren und sie vor jeder Art von Wettkorruption zu schützen.“

„Darüber hinaus, da die Organisatoren von Sportwettkämpfen die Rechte an diesen Veranstaltungen besitzen, sollten Initiativen zur Einhaltung der Gesetze sicherstellen, dass eine kommerzielle Nutzung der Veranstaltung durch Sportwetten nur mit ihrem Wissen und mit einem fairen finanziellen Anteil für die Sportbewegung stattfinden darf, damit der Erlös wiederum in Initiativen zur Entwicklung des Sports investiert werden kann. Entsprechend dem solidarischen Prinzip zwischen professionellem und Amateursport würde die gesamte Sportbewegung von dem zusätzlichen finanziellen Beitrag profitieren.“