Berichten der Nachrichtenagentur Reuters zufolge sollen sich Mitgliedsstaaten der Europäischen Union auf die Möglichkeiten einer übereinstimmenden Egaming Regulierung einstellen. Eine mögliche Regulierung soll in einem Treffen des Handelsblocks am 1. Dezember 2008 besprochen werden. Einzelne Glücksspielmonopole und die Versuche, online Angebote aus anderen Ländern auszuschließen, haben bislang alle Versuche zur Einführung einer einheitlichen online Glücksspiel Regulierung in Europa verhindert. Eine einheitliche Regulierung würde dazu führen, dass Unternehmen aus EU Mitgliedsstaaten freien Handel von Gütern und Dienstleistungen betreiben könnten, wie es auch in den EU Richtlinien vorgesehen ist.

Dennoch, so berichtet Reuters weiter, beabsichtigen einige EU Mitgliedsstaaten, ihre Haltung gegenüber der Suche nach einem einheitlichen Ansatz zur Regulierung des Glücksspielsektors bei zu behalten, was im weiteren Verlauf dazu führen wird, dass die Europäische Kommission mit der Durchsetzung und Einhaltung der EU Richtlinien beauftragt wird.

Eine Kopie des EU Dokuments, die der Nachrichtenagentur vorliegt, besagt Folgendes: „Während die rechtlichen Rahmenbedingungen auseinander gehen, gibt es jedoch signifikante Übereinstimmungen in den Zielen der Mitgliedsstaaten hinsichtlich Glücksspiel und Wetten.“

Die europäische Minister werden dieses Dokument am 1. Dezember diskutieren, wobei sicherlich einige Änderungen aus jenen Staaten eingereicht werden, die sich völlig gegen jede Art von Öffnung des monopolistischen Glücksspiel Sektors aussprechen.

Reuters Berichten zufolge sollen ebenfalls eine Zusammenarbeit nationaler Regulierungsbehörden diskutiert werden, um den Kampf gegen Geldwäscherei, Betrug und Korruption aufzunehmen; eine Begrenzung der Auszahlungen an Spieler und ein Ende der „Doppelbesteuerung, indem eine Glücksspielsteuer in dem Land erhoben wird, wo das Glücksspiel stattfindet“.

Frankreich, das derzeit die EU Präsidentschaft stellt, soll Berichten entsprechend seine Haltung geändert haben und „eine Basis zur Suche eines gemeinsamen Ansatzes“ sehen. Der Finanzminister des Landes, Eric Woerth wird aufgrund einer Äußerung zitiert, in der er sagte, dass Europa nun zusehen muss, eine Lösung zur Regulierung zu finden, die der Industrie eine Arbeit über Landesgrenzen hinaus und mit anderen Ländern erlaubt.

Zyniker behaupteten gegenüber Reuters, dass die französische Position lediglich eine Verzögerungstaktik sei. Durch den Druck der Europäischen Kommission wird den Franzosen eine Waffe auf die Brust gesetzt, um einem ersten Regulierungsentwurf zur schrittweisen Einführung und kontrollierten Befreiung der französischen Wettindustrie im Dezember zuzustimmen.

Reuters zitiert Sigrid Ligne, Generalsekretärin der European Gaming and Betting Association (EGBA= Europäische Glücksspiel- und Wettvereinigung) wie folgt: „Letztendlich wird die Kommission die Verantwortung für die Entscheidung tragen, ob weitere Schritte eingeleitet werden oder ob es notwendig sein wird, etwas Neues oder Anderes in dieser Sache zu tun.“

Laut Berichten sollen ein Dutzend EU Staaten den gemeinsamen Ansatz zur Regulierung in Europa unterstützen, lediglich England und Malta stehen dem Konzept kritisch gegenüber.