Die online Glücksspiel Handelsorganisation European Gaming and Betting Association (Europäische Spiel- und Wettvereinigung) hat das Ergebnis einer unabhängigen Studie bekannt gegeben, die von der Standard- und Spielerschutz Organisation eCOGRA durchgeführt wurde. Die Studie ergab, dass 67 Prozent der Konsumenten in den Genuss kontrollierten Standards für verantwortungsbewusstes Spielen kommen, wobei die Glücksspielangebote von EGBA Mitgliedern dem Stand der zehn größten europäischen Glücksspielmonopole entsprechen oder diese sogar übertreffen.

Die EGBA ist eine nicht Profit orientierte Einrichtung, der führende europäische Glücksspiel- und Wettbetreiber angehören. Unter den Mitgliedern der in Brüssel ansässigen Organisation befinden sich Anbieter wie Bet-at-home.com, bwin, Digibet, Carmen Media Group, Expekt, Interwetten, PartyGaming und Unibet.

Die Ergebnisse der eCOGRA Studie zeigen folgende Ergebnisse:

43 Prozent der Standards, die von privaten Betreibern geboten werden, stimmen mit den Standards der Glücksspielmonopole überein;
24 Prozent übertreffen die Standards der Monopole;
Nur 4 Prozent der Standards, die auf dem privaten Sektor geboten werden, werden als schlechter eingeschätzt als jene, die von den Monopolen gewährleistet werden;
Die verbliebenen Standards konnten gegenüber jenen der Monopole nicht bemessen werden, da entweder nur unzureichende Informationen vorlagen bzw. keine Zugangsmöglichkeit bestand (21 Prozent) oder aufgrund unzureichender Anwendbarkeit (8 Prozent);

Sigrid Ligné, Generalsekretärin der EGBA, sagte, dass in dem schnelllebigen online Geschäft eine rigorose Überwachung und Gewährleistung der optimalen Zustände lebenswichtig sei und einen kontinuierlichen Prozess von Erneuerungen und Verbesserungen gewährleiste.

In diesem Kontext hat die EGBA im Mai 2008 bei eCOGRA eine Studie in Auftrag gegeben, in der einige der in Europa führenden Glücksspielmonopole mit den von der EGBA geforderten Standards bezüglich Konsumentenschutz, Sicherheit und soziales Verantwortungsbewusstsein verglichen werden sollten. Die EGBA verlangt von ihren Mitgliedern, sich strikt an die vorgegebenen Standards zu halten.

Sie fügte hinzu, dass die EGBA sehr erfreut über die Ergebnisse der Studie sei, in der zum ersten Mal eine auf Tatsachen basierte und vergleichbare Beurteilung der Praktiken sowohl von privaten Anbietern als auch von staatlich kontrollierten Monopolen stattgefunden hat.

„Diese Studie zeigt uns, dass sowohl die Monopole als auch die privaten Betreiber noch Einiges lernen müssen,” sagte Ligné. „Nichtsdestotrotz wird das Argument entkräftet, wonach Unternehmen des privaten Sektors nicht in der Lage seien, ihren Konsumenten gleichwertigen Schutz und verantwortungsbewusste Spielpraktiken zu gewährleisten.”

„Tatsächlich wird bewiesen, dass der private Sektor auf diesem wichtigen Gebiet führend ist und die Ergebnisse sind ein Beleg für das große Engagement und die strikte Führung von EGBA, den Betreibern eine umfassende und beständige Entwicklung von Vorgaben für verantwortungsbewusste Spielpraktiken zu liefern.”

Zu einer Zeit, in der das verantwortungsbewusste Spielen Kern der politischen Diskussionen in Europa ist, beweist die eCOGRA Studie, dass zwei Drittel der Konsumenten, die bei einem zertifizierten Glücksspielanbieter spielen, ebenso geschützt sind – oder sogar besser geschützt sind – als jene, die in online Kasinos oder online Wettbüros spielen, die von Monopolen geführt werden.

Außerdem zeigt die Studie, dass die Transparenz bei Glücksspielanbietern verbesserungsbedürftig ist, da 21 Prozent der Standards aufgrund unzureichender Information oder nicht existierender Zugangsmöglichkeit nicht verglichen werden konnten.

Ligné sagte weiterhin: „Ich bin zuversichtlich, dass diese Studie das Verständnis aller Betreiber innerhalb Europas hinsichtlich Spielerschutz und verantwortungsbewusstem Spielen verbessern wird. Von nun an dient diese Studie als Grundlage politischer Entscheidungen über die Zukunft des online Glücksspiels in der EU als auch auf nationaler Ebene.”

Andrew Beveridge, Geschäftsführer von eCOGRA, fügte hinzu: „Selbstregulierung ist ein wichtiges Werkzeug auf dem online Glücksspielsektor. Gesetzgeber sollten die beachtlichen und effektiven Bemühungen des privaten Sektors zum Beispiel nehmen und ähnliche Initiativen innerhalb der EU unterstützen”.

EGBA unterstützt die Rechte privater Glücksspiel- und Wettanbieter, die in einem Mitgliedsstaat reguliert und lizensiert sind, um auf diesem Weg den Zugang zu einem fairen Markt innerhalb der EU zu gewährleisten. Online Glücksspiel und Wetten ist ein rasant wachsender Markt, wird jedoch für die nächsten Jahrzehnte nach wie vor ein vernachlässigter Teil des gesamten europäischen Glücksspielmarktes bleiben, auf dem von dem traditionellen, Land-basierten Angebot erwartet wird, dass es von einem Gesamtumsatz von 80 Billionen Euro im Jahr 2007 auf 95 Billionen Euro bis zum Jahr 2012 anwachsen wird. Auf diese Weise soll der Löwenanteil von 90,6 Prozent des Marktes gesichert werden.