Ein neuer und „verantwortungsbewussterer“ Ansatz im Umgang mit Glücksspiel hat die Branche diese Woche annähernd zur Verzweifelung gebracht, da sich das schwedische staatliche Glücksspiel Monopolunternehmen „Svenske Spel“, über das bereits in vorherigen InfoPowa News berichtet wurde, mit neuer Kritik des Kulturkomitees der gemäßigten Partei Schwedens auseinandersetzen muss.

Die englischsprachige Tageszeitung „The Local.se” berichtet, dass das Komitee von der Regierung die Aufgabe seiner monopolistischen Glücksspielpolitik verlangt, um „neuen Formen der kulturellen Unterstützung” den Vorrang zu geben. Es wurde das Beispiel des Sport Sponsorings genannt und in diesem Zusammenhang vorgeschlagen, dass kulturelle Sponsorings von der Regierung zukünftig als von den Steuern absetzbare Marketingausgaben anerkannt werden.

„Wenn man Svenska Spels Monopol aufhebt und sowohl von schwedischen als auch von ausländischen Unternehmen eine [Lizenz-] Gebühr erheben würde, um am schwedischen Glücksspielmarkt partizipieren zu dürfen, hätte der Staat genügend Einnahmen, um sowohl Sport als auch Kultur zu finanzieren,” meint das Komitee und stellt heraus, dass der Schwedische Erbschafts Fond jährlich zwischen SEK300 und SEK400 Millionen (zwischen 50 und 66 Millionen Dollar) an Sponsorengeldern vergibt.

„Mehr von diesen Fonds sollten zu kulturellen Zwecken, wie der Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und behinderten Menschen, verwendet werden”, schlägt das Komitee vor.

Das Komitee hat im Vorfeld Kopien seines „Culture 3.0″ Papiers herausgegeben, das dem Riksdag diese Woche vorgelegt werden soll und Vorschläge für kostenlose Ausleihen von Büchern aus der Bibliothek, die Aufrechterhaltung von Sveriges Radio und TV als zwei separate Einrichtungen und bessere Konditionen für privates Lokalradio beinhaltet.