Spekulationen vergangener Woche, dass der französische Präsident einen offenen Glücksspielmarkt in der EU Nation verkünden würde, wurden im Laufe der Woche bestätigt, als der Finanzminister Eric Woerth französischen Medien berichtete, dass das Landesoberhaupt Nicolas Sarkozy eine „kontrollierte Öffnung“ des Wettmarktes bis zum Jahr 2009 oder 2010 beabsichtige.

Woerth berichtete der französischen Tageszeitung „Le Parisien”, dass im Falle einer Lizenzierung unter französischer Regulierung private Wettanbieter den gleichen Konditionen und Steuergesetzen unterstehen würden wie Pari Mutuel Urbain (PMU), der derzeitige monopolistische Betreiber für Wetten.

Woerth sagte, er erwarte noch in diesem Jahr von der Regierung eine Fertigstellung der Pläne um in 2009 oder 2010 eine Testphase einzuleiten.

Präsident Nicolas Sarkozy zeigte eine offenere Haltung zu einem wettbewerbsfähigen Wettmarkt in Frankreich und Finanzminister Woerth und andere französische Abgeordnete haben in diesem Jahr bereits Gespräche mit Beamten der Europäischen Kommission in Brüssel geführt (siehe auch vorherige InfoPowa Berichte). Es wird geglaubt, dass der Entwurf einer provisorischen Regulierung bereits sehr Fortgeschritten sei.

Mit den neuen Gesetzen wird beabsichtigt, den Markt für online Kasinos zu öffnen und Patrick Partouche, Vorsitzender der landbasierten Kasinogruppe Partouche, hat letzte Woche diese Möglichkeit begrüßt. Sein Unternehmen verfügt bereits über eine interaktive Glücksspielabteilung.

Einst als aggressivster Gegner jeglichen Wettbewerbs zu seinen staatlichen Glücksspielmonopolen bekannt, stand Frankreich gemeinsam mit neun weiteren aufsässigen EU Nationen unter verstärktem Druck der Europäischen Kommission, die für die Einhaltung der EU Richtlinien zuständig ist, wozu unter anderem zählt, dass Mitgliedsnationen des Handelsblocks einen freien Handel von Gütern und Dienstleistungen mit anderen Mitgliedsstaaten gewährleisten müssen.