Das waren noch Zeiten, als man sich gar nicht entscheiden konnte, in welche Spielbank man nun den geht. Diese Zeiten sind definitiv vorbei. Den Spielbanken in Deutschland geht es nicht gut. Mitarbeiter müssen entlassen werden und die Spieler ziehen das bequeme Spielen von Zuhause aus vor. 

In Niedersachsen mussten 2009 in Bad Harzburg, Hannover und Bad Zwischenahn 100 Mitarbeiter der Spielbanken entlassen werden. In Mecklenburg-Vorpommern mussten (RC berichtete) die Häuser in Schwerin und in Rostock geschlossen werden. Das traditionsreiche Casino Travemünde in Schleswig-Holstein musste nach Lübeck ziehen.

Seit 2008, so Martin Reeckmann, seien die Brutto-Spielerträge um 42 Prozent gesunken und die Gästezahlen um 33 Prozent. Ganze sieben Spielbanken haben geschlossen, die 71 übrigen stehen auf Messerschneide. 2008 ist der Anfang vom Ende gewesen, dass wissen die Spielbanken. Denn damals kam das Rauchverbot und der Glücksspielstaatsvertrag.

Wesentlich beliebter als Spielbanken, sind die 12.000 gewerblichen Spielhallen geworden. Hier wird das Rauchverbot und viele andere Auflagen aus dem Glücksspielstaatsvertrag, die besonders die Spielbanken hart getroffen haben, wesentlich lockerer gehandhabt.