Die Polizei in Malaysia geht auch weiterhin hart gegen das illegale Internet Glücksspiel vor. Berichten der Bernama Nachrichtenagentur zufolge haben seit Beginn der Fußball Weltmeisterschaft in Südafrika kontinuierlich Polizeiaktionen zur Entlarvung von Abwicklungen illegaler Internet Sportwetten in Malaysia stattgefunden.

In Selangor teilte der Polizeisprecher, Kommissar ACP Omar Mamah, mit, dass die Polizei bei Razzien auf Partys einen führenden illegalen Internet Fußballwetten Ring aufgehoben habe. Es wird davon ausgegangen, dass dieser Ring erst kürzlich Wetten im Wert von RM 15,1 Millionen entgegen genommen habe. Bei den Razzien wurden insgesamt 23 Verdächtige festgenommen, darunter neun indonesische Frauen. Insgesamt wurden dreizehn verschiedene Razzien durchgeführt.

Das Glücksspiel fand per Internet statt und Wetten wurden per Telefon angenommen. Wettbüro Aktivitäten konnten aus unterschiedlichen Lokalitäten nachvollzogen werden, so beispielsweise auch in Restaurants.

Erste Untersuchungen ergaben außerdem, dass einige Buchmacher im Rahmen der Wettannahme auch Kredite an potentielle Kunden offerierten, um diesen die Entscheidung zu einem Wetteinsatz zu erleichtern.

Während der Razzien konfiszierte die Polizei fünf Computer, acht Laptops, zehn Handys, einen Drucker, sechs Modems, sowie Bargeld und weitere Dokumente, die Hinweise auf die Glücksspieltätigkeit geben sollen.

Der stellvertretende Generalinspektor der Polizei, Tan Sri Ismail Omar, sagte, dass die Polizei auf diese Weise weitere online Fußball Wettsyndikate verfolgen konnte, die an Wetteinsätze beteiligt seien, die Wetten in Millionenhöhe entgegen genommen haben sollen, nachdem kürzlich zwei Syndikate zerschlagen wurden.

Er sagte, dass einzelne Personen, die an den Syndikaten beteiligt waren, identifiziert werden konnten und dass die Polizei nun das Verfahren gegen diese Personen einleite.

„Wir verfolgen nach wie vor bestimmte Personen, die wir als Beteiligte an den Wettsyndikaten haben identifizieren können,“ berichtete er den Reportern.

Er sagte, dass die Polizei nicht nur die Buchmacher sondern auch jene Personen verfolgen würde, die Wetten platziert haben.