full-f080014bed7d49bf8db1c384ac622b3dNach einer Woche voller Chaos nun die Euphorie: In einem sehr einseitigen Spiel schlugen die Bayern die Katalanen. Ungewöhnlich lustlos spielten Messi und Co. ihr berühmtes Kurzpassspiel, dass außer einer tollen Ballbesitz Statistik nicht viel einbrachte. Am Ende hieß es 4:0, was jedoch nicht die einzigen Zahlen des Abends waren. 

Wut in Dortmund. Steuerhinterziehung in Bayern. Selbst an der Säbener Straße hatte man schon ruhigere Wochen erlebt. Doch wer gedacht hat, Heynckes Star-Elf würde sich davon unterkriegen lassen, hatte sich gewaltig getäuscht. Mit einer überragenden Leistung setze man Barcelona gleich zu Beginn unter Druck. Robben scheiterte nur knapp an Valdes. Nach einer kurzen Ruhepause legten die Katalanen zwar eine Schippe drauf, jedoch konnten die Münchner, unter großer Anstrengung, die Vorstöße meist unterbinden. Nach einem nicht geahndeten Foul durch Handspiel von Pique im eigenen Strafraum, kamen die Münchner erst richtig in Fahrt. Nach einigen gescheiterten Versuchen, wuchtete Müller den Ball in der 25 Minute ins Netz zum 1:0.

In der ausverkauften Allianz Arena erlebten die 68.000 Zuschauer nach dem Seitenwechsel eine bayrische Machtentladung. Gomez legte nach einem Eckball zum 2:0 nach (49 min). Messi und Co. waren zu diesem Zeitpunkt schon abgetaucht. In der 73 Minute hatte Valdes dann keine Chance gegen Robben: 3:0. Und es kam noch dicker für die Gäste. Ribery, Alaba, Müller, Tor. So einfach ging das, denn Barcelonas Abwehr hatte schon auf Arbeitsverweigerung geschaltet und die Bayern Fans, spätestens mit dem 4:0, auf Finale.

Überlegenheit in Zahlen – Barcelona bleibt nur Ballbesitz

Da lagen die Quoten wohl richtig, war Bayern doch, zumindest für das Heimspiel, bei den Buchmachern als Favorit ins rennen gegangen. Für den Finaleinzug war jedoch Barcelona klarer Favorit. Auf Bayern setzen ist das eine, aber mit einem 4:0 lag wahrscheinlich keiner genau richtig. Da war das Halbzeitergebnis (1:0) schon eher was für Wettstrategen.

Das Spiel in Zahlen: Bayern hatte 15 Torschüsse, Barcelona 4. Barcelona hatte 669 gespielte Pässe von denen 608 ankamen (91%), bei Bayern kamen 271 von 331 an (82%). Barcelona hatte dominante 66% Ballbesitz, die Bayern kamen jedoch sehr gut mit den restlichen 34% aus. Die Zweikämpfe gingen unentschieden aus, wobei die Katalanen mit 16 Fouls ganze 6 mal öfters foulten als die Bayern.

Eine Randnotiz: Uli Hoeneß ist laut der “Süddeutschen Zeitung” nur aufgrund einer Kaution von 5 Millionen Euro auf freiem Fuß.