Der deutsche Staatsangehörige Michael Olaf Schütt (29), der aufgrund der Untersuchungen in Sachen online Glücksspiel Zahlungen an Spieler verhaftet worden ist, wurde von einem Gericht in Florida zu einer vergleichsweise leichten Strafe verurteilt. Das Gericht hat bei der Findung des Strafmaßes berücksichtigt, dass der Angeklagte nach seiner Verhaftung die Bundesbeamten bei den Ermittlungen unterstützt hat.

Schütt, der in den Genuss eines gehobenen Lebensstils kam, wurde wegen der Geldwäscherei von einigen Millionen Dollar angeklagt. Das Geld sollte aus den Gewinnen im Internet Poker stammen und auf dutzende Bankkonten verteilt gewesen sein. Während seiner aktiven Laufbahn transferierte er ungefähr 70 Millionen Dollar über 40 Konten der Bank of America zu schätzungsweise 23.000 Internet Spielern. Seine Geschäfte sind bis in das Jahr 2007 zurück zu verfolgen.

Diese Woche verurteilte die US Bezirksrichterin Charlene Honeywell Schütt zu 80 Tagen Freiheitsentzug, die er bereits in Lee County Gefängnis verbüßt hatte.

Ermittler haben bereits 2,47 Millionen Dollar von seinen Bankkonten sichergestellt, 10.000 Dollar in seinem Haus gefunden und außerdem Schmuck und Luxusautos konfisziert – alles wurde aus illegalen Geldquellen finanziert. Wenn Schütt in Amerika bleiben oder dorthin zurückkehren sollte, würde er drei Jahre auf Bewährung ableisten müssen. In dieser Zeit dürfte er keine Kreditkarten nutzen, keine Bankkonten eröffnen oder größere Geldgeschäfte tätigen, ohne seinen Bewährungshelfer hinzu zu ziehen. Er hat sich jedoch dazu entschlossen, in sein Heimatland – nach Deutschland – zurück zu kehren, jedoch ohne seine Ehefrau. Die soll ihn laut Medienberichten verlassen haben.