Wie man eine Poker Hand spielt hängt von sehr vielen Faktoren ab, wobei das Spiel des Gegners und die Quoten des Pots nur einige Faktoren sind, die der Pokerspieler berücksichtigen muss.Der wichtigste Faktor ist nach wie vor die Hand, die dem Spieler gegeben wurde. Üblicherweise klassifiziert man Poker Hände in vier verschiedene Typen und zwar in Lock Hands (sichere Hände), Strong Hands (starke Hände), Marginal Hands (marginale bzw. unsichere Hände) und Weak Hands (schlechte Hände). Für jeden Typ werden unterschiedliche Strategien vorgeschlagen. Sowohl beim online Poker als auch beim realen Poker werden folgende Poker Hände unterschieden:

Lock Hands

Bei Lock Hands (sicheren Händen) handelt es sich um jene Hände, die mit annähernder Sicherheit gewinnen. Wenn man nach der Eröffnung des Flops in Texas Hold’em drei Damen und zwei Zweien auf der Hand hat, würde dies als eine Lock Hand betrachtet. Unter diesen Umständen sollte man der Strategie folgen, den Pot so groß wie möglich werden zu lassen. Daher sollte man vermeiden aggressiv zu spielen, um sicherzustellen, dass eine größere Anzahl an Spielern so lang wie möglich setzen. Man muss dann einfach nur hoffen, dass kein anderer Spieler eine bessere Lock Hand vorweisen kann. Strong Hands (starke Hände) bieten grundsätzlich das Potential, das Spiel zu gewinnen, sind jedoch weniger gut als Lock Hands.

Strong Hands

 

Wenn man ein As und einen König erhält, bevor der Flop eröffnet wurde, dann handelt es sich um eine „starke Hand”. Mit Strong Hands muss man sehr frühzeitig aggressiv spielen, sofort erhöhen und Spieler dazu bringen auszusteigen, bevor die Gemeinschaftskarten geöffnet werden. Wenn Spieler mit marginalen Händen im Rennen bleiben und den Flop sehen wollen, so müssen diese einen Preis zahlen, der im Verhältnis zum Risiko unverhältnismäßig hoch ist. Wird es den Spielern mit marginalen Händen zu billig gemacht den Flop zu sehen, könnten ihre Hände zu starken Händen avancieren und Euch aus dem Spiel drängen. Sobald man feststellen sollte, dass es sich bei der eingangs starken Hand nur noch um eine marginale Hand handelt, sollte man vorzugsweise zu der Strategie für marginale Hände wechseln.

Marginale Hände

Marginale Hände (unsichere Hände) sind wahrscheinlich am schwierigsten zu spielen. Bei einem Start mit zwei Buben spricht man von einer marginalen Hand, da nach wie vor die Möglichkeit besteht, ein Full House oder ein Viererpasch zu bekommen. Es handelt sich jedoch um eine eher unwahrscheinliche Möglichkeit. Mit einer marginalen Hand sollte man nur dann einsteigen, wenn es nicht zu kostspielig wird, so zum Beispiel, wenn nicht aggressiv gesetzt wird und man mit dem Mindesteinsatz mitgehen kann. Eine andere Möglichkeit, mit einer marginalen Hand einzusteigen, bietet sich dann, wenn alle Spieler während einer Einsatzrunde schieben. Wenn man sich unter den letzten Spielern befindet und viele Spieler bis dahin schon ihre Karten abgeworfen haben, bietet sich nun die Gelegenheit, aus einer marginalen Hand Etwas zu machen.

Weak Hands

 

Weak Hands (schlechte Hände) sollten grundsätzlich überhaupt nicht gespielt werden. Solche Hände bietet sogar mit recht ordentlichen Gemeinschaftskarten nur wenig Hoffnung auf Gewinn. Außerdem ist es dumm, nur im Spiel zu bleiben, um den Flop zu sehen, ein Fehler, den leichtsinnige Spieler oft begehen. Wenn man auch bei schlechten Händen weiterhin setzt, so wird man vielleicht irgendwann eine starke Hand erhalten, jedoch nicht mehr genügend Geld haben um mitzugehen. Und dann wird man sich selbst dafür verfluchen, dass man so leichtfertig mit seinem Kapital umgegangen ist.Bei Stud Poker liegt es in der Natur der Sache, dass die Hand ihren Wert ändert. Eine starke Hand mit einem As und einem König, die gerade gegeben wurde, kann zu einer schlechten Hand werden, sobald der Flop eröffnet wird. Werft Euer Geld nicht zum Fenster hinaus, sondern werft Eure Karten ab, sobald die Hand schlecht wird.