Auch ein Jahr nach  Inkraftreten des Glücksspieländerungsvertrag in Deutschland, hat sich nicht wirklich viel geändert. Im Gegenteil: Der “Erste GlüAndStv” droht zu scheitern. Noch immer ist die beschränkte Marktöffnung in Deutschland nicht auf den Weg gebracht. Eine Bestätigung für die Kritiker der deutschen Regulierung und Umsetzung.

Bei seinem Inkrafttreten am 1.Juli 2012, sollte der Glücksspielsänderungsstaatsvertrag eine Neureglung des Glücksspiels in Deutschland bringen, nachdem der EuGH die deutsche Regulierung für europrechtswidrig erklärt hatte. Damals gab es schon viel Kritik von Seiten der europäischen Glücksspielanbieter und der Europäischen Kommission bezüglich der deutschen Regulierung.

 

Undurchlässig und konzeptlos

Online Casinos und online Poker wurden einfach weggedacht und man einigte sich auf eine Begrenzung auf 20 Anbieter. Doch eine Begrenzung heißt meist auch weniger Wettkampf und das wiederum, so folgerte die Kommission, würde nicht zu dem Ziel führen, ein attraktives  online-Sportwetten-Angebot zur Verfügung zu Stellen.

Doch die Kritik wurde überhört. Dann scheiterte das Lizenzverfahren, weil man perdu kein durchlässiges Konzept in die Vergabe der Lizenz hineinbringen wollte. Jetzt wurde das Lizenzverfahren verschoben und der Staat muss sich mit einer Menge Klagen von den diversen Glücksspielanbietern, herumschlagen.

Es herrscht also weiter Chaos. Ein Ende ist wiederum nicht in Sicht. Überhaupt fragt man sich, warum man die bestehenden Lizenzen aus Schleswig-Holstein, nicht übernimmt. Hier hatte man doch gezeigt, wie schnell so etwas gehen kann.