Die Europäische Spiel- und Wettorganisation (EGBA= European Gaming and Betting Association), eine wichtige Handelsorganisation der führenden Internet Glücksspiel Unternehmen in Europa, verzeichnet, dass EU Minister zum ersten Mal zur Kenntnis genommen haben,  dass eine Herangehensweise im Umgang mit Online Glücksspiel auf rein nationaler Ebene unbefriedigend sei. Ein Sprecher der Organisation meinte, dass dies den Weg zu einer erweiterten Kooperation auf europäischer Ebene ebne.

EGBA verwies in diesem Zusammenhang auf ein umfangreiches Dokument mit dem Titel „Council Conclusions on the Framework for Gambling and Betting in the Member States of the European Union“ (Behördliche Beschlüsse für die Rahmenbedingungen von Glücksspiel und Wetten in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union), das am Freitag vor zwei Wochen veröffentlicht wurde und im Umgang mit der Diskussion um Online Glücksspiel eine richtungsweisende Stellungnahme abgibt.

Es handelt sich in diesem Fall um die erste namentlich benannte Stellungnahme, die seit Beginn der Debatte um Online Glücksspiel bei den Mitgliedsstaaten einging. EGBA wies in einer Stellungnahme vergangene Woche darauf hin, dass das Thema bereits seit 2008 bei der Behörde kontrovers diskutiert werde, aber dieses Dokument der erst kürzlich veröffentlichten „Green Paper“ Beratung der Kommission einen zusätzlichen Ansporn versetzen wird.

Sigrid Ligné, Generalsekretärin von EGBA, sagte in einer Stellungnahme: „Die Relevanz dieser Ergebnisse für Online Glücksspiel in der EU ist nicht zu unterschätzen. Die Mitgliedsstaaten unterstützen ausdrücklich eine tiefgreifende Diskussion über Online Glücksspiel im Internen Markt, wie Kommissar Barnier es versprach (Barnier ist der Vorsitzende der Europäischen Kommission).

„Zum ersten Mal wurde einer Arbeit an umsetzbaren Maßnahmen zur Verbesserung der grenzübergreifenden Kooperation namentlich zugestimmt. EGBA gratuliert der belgischen Präsidentschaft für ihre harte Arbeit und dem bemerkenswerten Ergebnis,“ sagte Ligné.

Die Mitgliedsstaaten einigten sich auf eine Anzahl von Maßnahmen, die die Regierungsorgane auf nationaler Ebene ergreifen könnten, um die Kooperation untereinander zu verbessern. Dies umfasst die Kooperation im Verbraucherschutz, Integrität im Sport, Verringerung unnötiger administrativer Lasten und die Teilhabe an der besten Umsetzung von Maßnahmen zum verantwortungsbewusstem Glücksspiel.

„Da Kommissar Barnier das „Green Paper“ veröffentlicht hat, ist die Debatte um Online Glücksspiel sprunghaft wieder aufgekommen,“ kommentierte Ligné. „Die Landschaft hat sich verändert. Vor weniger als einem Jahr wäre derartige Entscheidungen undenkbar gewesen. EGBA unterstützt voll und ganz die Kommission in ihren Bemühungen zur baldigen Umsetzung des „Green Paper“.