Schon seit Anbeginn der Zeit der Denker und der Philosophen diskutiert man über das Phänomen Glück. Ist es ein Gefühl, eine Bestimmung oder bloß eine Kenntnis? Kann man Glück definieren oder ist es ein rein für das Individuum einzigartiges, vorbestimmtes Gespür?
Dies sind wohl Fragen, die die Menschheit sich seit Jahrhunderten stellt.
Wir wissen, dass das Verständnis von Glück, schon immer im Zusammenhang mit Reichtum und Wohlstand in Verbindung gesetzt wurde. Aber auch hier stellt sich die Frage, macht Geld wirklich dauerhaft glücklich?Wer zum Beispiel im Lotto gewonnen hat und nun millionenschwer ist, lebt den Traum von Millionen Menschen auf der ganzen Welt. Diese Menschen streben nach einem besseren Leben durch die Steigerung ihrer finanziellen Lage. Viele Menschen machen ihre Glückseligkeit davon abhängig. Das eine führt zum anderen. Doch sind Lottomillionäre wirklich die glücklicheren Menschen?Diese Frage haben sich auch die beiden Sozialarbeiter Christoph Lau und Ludwig Krämer gestellt. 14 Lottomillionäre haben sie befragt und es stellte sich heraus, dass der Großteil dieser Menschen sein Glück nicht im großen Geld gefunden hat, im Gegenteil, vielen von ihnen ging es nach dem Gewinn schlechter oder es änderte sich einfach nichts.
Höchstens ein Jahr hält das Glücksgefühl, nach dem Lottogewinn an. Danach Reagiert der Körper von selbst darauf, denn stetige Hochs und Tiefs reguliert der Körper von selbst. Das heißt, er steuert dagegen an, auch Hedonistische Anpassung genannt. Unter den befragten aus ganz Deutschland, ist die mit dem Gewinn einher gegangene Gefahr, kaum zu Übersehen. Den ein oder anderen überforderte der Gewinn, von heute auf morgen vielleicht einwenig, doch auch die “Vorsichtigen” unter ihnen scheinen nicht das Maximum ihres Glückes erreicht zu haben, denn solch ein Gewinn ist nunmal, mit Höhen und Tiefen verbunden. Weitere befragte berichten, wie sich Angehörige und Freunde abgewandt haben, um nicht den Eindruck zu erwecken, man sei hinter dem Geld des Gewinners her. Andere wiederum konnten sich vor bitten und sogar auch Betteleien von Mitwissern nicht befreien.So auch ein Rentnerehepaar aus Nordrhein-Westfalen, dass eigentlich alles richtig gemacht hat. Denn Experten raten zu Verschwiegenheit und Vorsicht, bezüglich eines Millionen Lottogewinns. Aber erste Schwierigkeiten tauchten auch beim Ehepaar auf, als es um

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die Erklärung der Finanzierung der neuen Hauses ging. Engste Familienmitglieder erfuhren nichts von dem “Glück” des Ehepaars. Ein Leben in stetigen Erklärungen und Vorsicht, führt das Ehepaar nun.
Schlimmer traf es eine 39- Jährige, die schon vor der Auszahlung ihrer Millionen einen Anteil ihres Gewinns, bei ihrer Bank als Kredit auszahlen ließ und ihren Job unmittelbar danach kündigte. Nachdem sie das Geld erhalten hatte, war es in kürzester Zeit durch teure Einkäufe und Reisen vollkommen verbraucht. Heute beschreibt die ehemalige Millionärin ihre Lage, schlechter als vor dem Glückstreffer im Lotto. Ein weiterer befragter, 63 Jähriger sagt rückblickend, dass eine viel kleinere Summe, deutlich besser gewesen wäre. All diese Menschen haben gewonnen, dennoch präsentieren sie sich nicht glücklich. Im Gegenteil, sie sind auffallend unglücklich oder beschreiben ihre Lage nicht als besser denn je. Dennoch hören diese Menschen auch nicht auf zu spielen, denn mit dem eintreten eines erhöhten Lebensstandards, wächst auch das automatische Verlangen nach mehr, so Christop Lau. Weiterhin stellt sich die Frage, wieso dient ausgerechnet der Lottogewinn, als Glückssymbol? Auch hierfür hat Christoph Lau seine eigene Antwort. “Lotto lebt nach dem Prinzip, Hoffnung auf Glück” . Weil eben die Wahrscheinlichkeit, zu gewinnen nur 1 zu 140 Millionen ist, werden die Gewinner in der Regel als Glückspilze bezeichnet. Wer also das Glück hat, Gewinner zu sein, scheint offenbar vom Glück berührt. Acht der Befragten Lottomillionäre sind berufstätig und nur 2 davon haben ihren Job gekündigt. Überraschenderweise scheinen die meisten der Befragten ihre Situation nicht zu überschätzen, wie viele andere es tun.
Mittlerweile kennt man schon prominente Beispiele, die durch das Geld vieles erleiden mussten, oder gar starben. So zum Beispiel „Lotto-Lothar” der nur 5 Jahre nach seinem Gewinn und einem verschwenderischem leben starb. Immer wieder hört man von Lottogewinnern, die ihr Glück einwenig überschätzten und sich in den Abgrund trieben. Mit ein Grund dafür, sind wie erwähnt, die materiellen wünsche und Träume, die immer wieder steigen. Aber auch das Unbewussten, über die Situation und die vollkommene Überschätzung, solcher Gewinne spielen eine große Rolle. Viele Menschen sehen nur die Menge Geld, aber nicht welche Verantwortung damit auf ihnen lastet. Wenn man das Geld hat, gibt man eher was aus und ehe man sich versieht, ist alles weg.