Eine neue Forsa Studie über das online Glücksspiel in Deutschland, die von dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Association of Information Technology, Telecommunications and New Media), kurz Bitkom, in Auftrag gegeben wurde, zeigte, dass jegliche Versuche der Durchsetzung eines online Glücksspielverbots zum Schutz des staatlichen Glücksspielmonopols die Nachfrage der Deutschen Internet Spieler bislang nur kaum beeinträchtigt hat.

Die Ergebnisse der Studie, die in dieser Woche heraus gegeben und von Techfieber.de veröffentlicht wurden, zeigten, dass ungefähr zwei Millionen deutsche Erwachsene das Internet für irgendeine Form von Wetten nutzen. Hierbei handelt es sich in der Regel um Lotterieeinsätze, Sportwetten oder Poker. Eine ähnliche Studie, die bereits im vergangenen Jahr durchgeführt wurde, ergab, dass es sich um 2,2 Millionen erwachsene Deutsche Internetspieler handele.

Wenn man die Anzahl der Spieler in männliche und weibliche Spieler aufsplitten möchte, so ergibt sich eine Zahl von 1,7 Millionen deutschen Männern und 300.000 deutscher Frauen, die an der Umfrage teilnahmen und angaben, im Laufe des Jahres online gespielt zu haben.

Die Lotterie zählt zu der beliebtesten Form des Glücksspiels und wurden von 59 Prozent der Internetspieler gespielt, gefolgt von Poker mit 22 Prozent und Sportwetten an dritter Stelle mit 18 Prozent. Die Zahlen haben sich im Vergleich zum vergangenen Jahr kaum verändert. Im letzten Jahr setzten 700.000 Spieler in der Lotterie, 430.000 spielten online Poker und online Kasino Spiele und 500.000 wetteten auf online Sportveranstaltungen, wobei 96 Prozent dieser Wetten auf Bundesligaspiele stattfanden und jeder sechste Spieler sein Glück bei großen Fußballveranstaltungen versuchte.

Frauen bevorzugten hauptsächlich die Lotteriespiele, wobei sie 64 Prozent der weiblichen Glücksspieler ausmachten, die sich für dieses Segment entschieden. Vergleichsweise waren es bei den Männern 57 Prozent.

Bei 1.000 repräsentativen Beispielen lag die monatliche Summe, die für Wetten ausgegeben wurde, bei 20 Euro. Zwei Drittel der Befragten gaben dies an, während das verbleibende Drittel mehr als 20 Euro monatlich ausgab.

Achim Berg, ein Sprecher der Bitkom, sagte, dass die Studie erneut die Popularität des online Glücksspiels in Deutschland bestätige. Er ermahnte die deutschen Bundesländer, eine Überarbeitung des Bundesländerabkommens zum Glücksspielgesetz bei ihrer nächsten Sitzung im März 2010 in Betracht zu ziehen.

„Der derzeitige Wettskandal im Fußball hat deutlich gezeigt, dass das deutsche Glücksspielverbot den Weg für einen zwielichtigen Schwarzmarkt ebnet,“ sagte Berg und fordert eine staatliche Lizenzierungsbehörde, die auch für Internet Glücksspielanbieter zuständig wäre. „Wir müssen sicherstellen, dass die selben hohen Standards sowohl für private als auch für staatliche Glücksspielanbieter gesetzt werden,“ fasst er zusammen.

Die neueste „Research and Markets“ Studie des deutschen Markts sagt eine Steigerung des Umsatzes von derzeit 2,2 Billionen pro Jahr auf zu erreichende 5 Billionen Jahresumsatz ab 2010 voraus.