Die Bwin Interactive Entertainment AG und Party Gaming plc haben Details des Zusammenschlusses bekannt gegeben, unter anderem beziehen sich die Informationen auf den Zeitraum und die Planungen, die, so behauptet das Duo, „die weltgrößte öffentlich gelistete online Glücksspielgruppe schaffen werden, die sich auf dem Markt so positionieren zu kann, dass sie Vorteile aus der stetig wachsenden online Glücksspiel Industrie ziehen kann und neue Märkte auf der ganzen Welt eröffnen wird.“

Die jährlichen Gesamtergebnisse, die sich aus dem Zusammenschluss ergeben werden, werden auf schätzungsweise 55 Millionen Euro beziffert, und es ist davon auszugehen, dass ungefähr drei Viertel dieser Summe bereits im Finanzjahr 2012 erreicht wird. Im Jahr 2013 wird soll die Zusammenführung abgeschlossen sein.

„Die online Glücksspielindustrie erlebt derzeit eine Phase der Fusionen, was dazu führt, dass die Anzahl der Spieler im Kontext der geografischen Varianten entscheidender sind als je zuvor“, sagte Norbert Teufelberger, Geschäftsführer von Bwin, in einer Stellungnahme in der vergangenen Woche.

„Das neue Unternehmen wird mit seinen bestehenden Marken unter dem Namen Bwin.Party Digital Entertainment plc weltweit operieren. Es wird erwartet, dass die derzeitigen Bwin Aktionäre 51,7 Prozent der Aktien besitzen werden, die Aktionäre von Party Gaming hingegen 48,3 Prozent.“

„Unsere Produkte und die Zielmärkte ergänzen sich gegenseitig perfekt und wir können unsere technologische Führung auf alle Segmenten der Schlüsselprodukte ausweiten: Sportwetten, Poker, Kasino, Bingo und Spiele,“ sagte Teufelberger.

Bwin.Party wird seinen Firmensitz in Gibraltar haben und auf dem Londoner Aktienmarkt vertreten sein. Neben einer klaren Fokussierung auf Business-to-Consumer Produkte, d.h. Produkte, die für den Konsumenten bestimmt sind, wird das Unternehmen auch stetig seine Business-to-Business und Business-to-Government Business Aktivitäten erweitern.

„Unsere vielen Jahre des online Know-Hows, eine gesunde Bilanz und einer der größten Finanzquellen auf dem Pokersektor in jedem regulierten Markt macht uns zu attraktiven Geschäftspartnern,“ sagte Teufelsberger, der das Unternehmen gemeinsam mit Jim Ryan, Party Gamings derzeitigem Geschäftsführer, leiten wird.

Die Geschäftstätigkeiten von Bwin in Österreich werden beibehalten, wobei ein neu gegründetes Tochterunternehmen, die Bwin Services AG, ausgewählte Bereiche des Unternehmens in Wien unterstützen wird.

Der Fusionsplan, der gerade veröffentlicht wurde, umfasst alle Details des geplanten Zusammenschlusses und kann zusammen mit anderen Dokumenten von der Bwin autorisierten Webseite www.bwin.org heruntergeladen werden. Die Geschäftsleitung von Bwin wird eine Außerordentliche Vollversammlung für den 28. Januar 2011 einberufen, wo die Aktionäre dazu aufgerufen werden sollen, der Fusion zuzustimmen. Vorausgesetzt, dass die jeweiligen Vollversammlungen sowohl von Bwin als auch von Party Gaming der Fusion zustimmen, werden alle Aktionäre, die Bwin Aktien besitzen, nach der vollzogenen Fusion für jede Bwin Aktie 12,23 Party Gaming Aktien erhalten. Die Fusion wird zum Ende des ersten Quartals des Jahres 2011 erwartet. Dieser Aktienwechsel wird automatisch stattfinden und es werden keinerlei Gebühren erhoben werden.
Jeder Aktionär, der kein Aktionär von Bwin.party werden möchte, darf seine Aktien im Vorfeld auf dem Wiener Aktienmarkt verkaufen oder kann sich den Wert auszahlen lassen. Die Summe der Barauszahlung wurde auf 23,52 Euro festgesetzt. Der Wechselkurs und die Summe der Barerstattung wurde von unabhängigen Experten als angemessen bestätigt.

Es ist davon auszugehen, dass durch den Zusammenschluss das weltweit größte online Glücksspielunternehmen entstehen wird, mit pro forma errechneten Umsätzen aus 2009 in Höhe von 696,2 Millionen, einem EBITDA aus fortlaufenden Tätigkeiten von 193,7 Millionen und Gewinnen nach Steuern von 99,4 Millionen. Diese Zahlen beruhen selbstverständlich auf unbestätigten Schätzungen.

Die beiden Unternehmen haben diese Erwartung in Form eines Rundschreibens ihren Aktionären zugänglich gemacht.