Ein perfektes Beispiel für den Unterschied zwischen bewusstem Spielen und planlosem Zocken: Hamburg- Jens L. 33 Jahre alt, Ehemaliger Banker und angestellter der Deutschen Bank, verspielte 8 Millionen Euro mit Glücksspielen. das Landgericht Stade ermittelt nun gegen Untreue in 156 Fällen.

Der 33 Jährige fälschte offenbar Unterschriften seiner Kunden, um somit das Geld von ihren Konten abzuheben und anschließend damit zocken zu gehen. Auch das Geld für vereinbarte Investitionen Zeitweise in Höhe von 50.000€ kassierte er in Bar, um anschließend damit in Casinos zu spielen. Von 2007 bis 2010 schaffte es der ehemalige Banker insgesamt ganze 8,4 Euro zu stehlen. 2010 schließlich wird Jens L. erwischt und gefeuert. Doch damit ist es für den Angeklagten nicht getan, denn nun wird der Prozess fortgesetzt. Zuletzt versuchte er sich mit den Worten “Ich tat es für meine Kunden” zu rechtfertigen, denn es sei dazu gebracht worden seinen Kunden riskante Papiere zu vermitteln, sodass er durch die Besuche in den Casinos versucht habe, die Verluste wieder einzuspielen. Auch sein Therapeut Marcus Wawerzonnek verteidigte seinen Patienten mit den Worten „Die Arbeitsbedingungen bei der Deutschen Bank haben ihn krank gemacht.“
Gutachter vom Gericht halten den Angeklagten jedoch für gesund und somit auch schuldfähig. Bei einem Schuldspruch drohen Jens L. nun bis zu 10 Jahre Haft.